Loading...
Lkw-Kartell 2017-10-13T12:50:57+00:00

Lastwagen-Kartell

Im Juli 2017 hat CDC in den Niederlanden eine Klage zur Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen erhoben, die aus dem europaweiten Lkw-Kartell resultieren. Die Klage wurde beim Bezirksgericht Amsterdam eingereicht.

 

Hintergrund und Fakten

Mit Entscheidung vom 19. Juli 2016 (Az.: AT.39824 – Lkw) hat die Europäische Kommission festgestellt, dass folgende Unternehmen im Zeitraum Januar 1997 bis 18. Januar 2011 bezüglich mittelschweren und schweren Lastwagen eine einzige und fortgesetzte Zuwiderhandlung gegen das europäische Kartellverbot begangen haben, welche den gesamten Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) betraf:

Diese Unternehmen haben ihre Beteiligung an dem Kartell eingestanden und Bußgelder in Höhe von insgesamt über EUR 2,93 Mrd. akzeptiert. Eine weitere Bußgeldentscheidung gegen Scania (€ 880 Mio.) erging am 27. September 2017. Nach den Feststellungen der Kommission betraf das Lkw-Kartell kollusive Preisabsprachen und Bruttopreiserhöhungen im EWR für mittelschwere und schwere Lastwagen sowie Absprachen bezüglich des Zeitpunktes und der Weiterwälzung von Kosten für die Einführung von Abgastechniken nach EURO 3 bis 6 Standards. Es ist wahrscheinlich, dass das Lkw-Kartell zu illegalen und künstlichen Preiserhöhungen für Lastwagen in ganz Europa geführt hat. Demnach dürften die Käufer und Leasingnehmer von Lastwagen einen kartellbedingt überhöhten Kaufpreis an die Hersteller der Lastwagen bezahlt haben.

Jedem von dem Kartell betroffenen Unternehmen steht ein Anspruch auf vollständigen Schadensersatz zu. Aufgrund der langen Dauer des Kartells und dem Umstand, dass Geschädigte von dem Tag des Schadenseintritts an Zinsen für erlittene Schäden verlangen können, könnten sogar Unternehmen mit einer relativ geringen Anzahl an Lastwagen durch das Kartell einen erheblichen Schaden erlitten haben.


Weitere Informationen zum Lkw-Kartell:

  • Pressemitteilung der Europäischen Kommission zum Lkw-Kartell vom 19.07.2016 (DE)
  • Entscheidung der Europäischen Kommission zum Lkw-Kartell vom 19.07.2016 (bisher nur auf englisch veröffentlicht) (EN)

 

Zivilverfahren

Am 12. Juli 2017 hat CDC Retail, ein Unternehmen der CDC Gruppe, eine Klage auf Schadensersatz gegen MAN, Volvo/Renault, Daimler, Iveco und DAF wegen deren Beteiligung am europäischen Lkw-Kartell erhoben. Die Klage wurde in den Niederlanden beim Bezirksgericht Amsterdam eingereicht. In dem Rechtsstreit wird CDC Retail von der Anwaltskanzlei Van Benthem & Keulen vertreten.

Vor Klageerhebung hatten über 200 Unternehmen und natürliche Personen aus ganz Europa, darunter große und namhafte Unternehmen, ihre Schadensersatzansprüche gegen das Lkw-Kartell an CDC Retail verkauft und abgetreten. CDC Retail setzt die Schadensersatzansprüche im eigenen Namen sowie auf eigenes Risiko durch und profitiert dabei von CDCs technischer und ökonomischer Expertise. Allen Unternehmen, die zwischen den Jahren 1997 und 2011 (sowie möglicherweise auch danach) Lkw über 6 Tonnen gekauft oder geleast haben, steht ein Anspruch auf vollständigen Ersatz des erlittenen Schadens gegen die Lkw-Hersteller zu. Das dynamische Recht der Niederlande ermöglicht es anderen Käufern und Leasingnehmern von Lkw, sich der Klage noch anzuschließen. Durch das Kartell geschädigte Unternehmen, die an einer gerechten Entschädigung interessiert sind, sollten CDC für weitere Informationen kontaktieren.

 

Vorteile von CDC

  • CDC führt den Fall im eigenen Namen und auf eigenes Risiko
  • Unübertroffene Erfahrung und Know-how
  • Herausragende Erfolgsbilanz
  • Erhebliche Synergien im Prozess der Anspruchsdurchsetzung
  • Stärkere Verhandlungsmacht durch Anspruchsbündelung
  • Ausgeprägte Kenntnisse auf den Gebieten Ökonomie, Statistik und IT
  • Spezifische Expertise und Know-how bei kartellrechtlichen Schadensersatzklagen
  • Zugang zu marktweiten Daten und Informationen
  • Kooperationen mit den besten Prozessanwälten und Ökonomen
  • Geleichlauf der Interessen mit denjenigen geschädigter Unternehmen
  • Auswahl der am besten geeigneten Jurisdiktion für den jeweiligen Fall
  • Bereitschaft, den Fall bis zum Ende zu prozessieren
  • Kein Abschluss von Vergleichen zu unfairen Konditionen
  • Gesicherte Finanzierung für die gesamte Verfahrensdauer
  • Möglichkeit signifikanter Vorauszahlungen an geschädigte Unternehmen
  • Geschädigte Unternehmen tragen keine Kosten und keine gegnerischen Kostenrisiken

 

Über CDC Cartel Damage Claims

CDC ist als Pionier und europäischer Marktführer spezialisiert auf die Durchsetzung von Schadensersatzansprüchen für Unternehmen, die aus dem Verstoß gegen EU- oder nationales Wettbewerbsrecht resultieren. CDC ist ausschließlich auf dem Gebiet der ökonomischen Analyse, dem Management und der Durchsetzung kartellrechtlicher Schadensersatzansprüche tätig und hat in den 15 Jahren seiner hochspezialisierten Tätigkeit unübertroffene Erfolge erzielt, die zahlreiche Multi-Millionen-Euro-Vergleiche und bahnbrechende Gerichtsurteile in einigen der größten Kartellschadensersatzverfahren in Europa einschließen.

Weitere Informationen zum Zivilverfahren gegen das europäische Lkw-Kartell:

  • CDC Pressemitteilung zur Erhebung der Schadensersatzklage (EN)

Belgien

CDC Cartel Damage Claims
Avenue Louise 475
B-1050 Brussels
Belgium

Phone: +32 (0) 2 213 49 20
Fax: +32 (0) 2 213 49 21

Email CDC

Deutschland

CDC Cartel Damage Claims
Woogstrasse 4
D-67659 Kaiserslautern
Germany

Phone: +49 (0) 631 303 790
Fax: +49 (0) 631 303 7910

Luxemburg

CDC Cartel Damage Claims
27B Boulevard Marcel Cahen
L-1311 Luxemburg-Ville
Luxemburg
Tel: +352 26 95 30 87

Melden Sie sich an für mehr Informationen zum LKW-Kartell